Unkonventionelles mit Klinker

19.09.2002 Der Verwaltungskomplex der Price-Waterhouse-Company in Almere setzt bewußt auf das Wechselspiel von Farben, Formen und Materialien.

Niederländische Architektur steht bekanntermaßen für unkonventionelle und kühne Gestaltung sowie ausgeprägten Mut zum Experiment.

Eines der jüngsten Beispiele einer aus dem Gros fallenden und dardurch faszinierenden Architektur ist das "Kantoor Price Waterhouse Coopers", das Verwaltungsgebäude des international tätigen Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens in Almere (NL).

Eines der führenden und renommierten niederländischen Architekturbüros, Kraaivanger Urbis, Rotterdam, hat einen langgestreckten, dreigeschossigen Baukörper geschaffen, der auf Säulen aufgesetzt ist und gleichsam wie ein überdimensionales Luftschift im Raum anmutet. Lediglich die in differenzierten silbrig-blau-schwarz-Tönen schimmernden Fassadenklinker von Hagemeister erinnern an den irdischen Charakter des Bauwerks.

Das Architektenteam entschied sich für die Klinkersortierung "Manhattan" - ein Klinker, der durch seine Skala gedeckter Farben, die zwischen hell- und dunkelsilbrig und verschiedenen Blau-Schwarz-Nuancen wechseln, und in Kombination mit einer dunkel-anthrazit ausgeführten Fuge eine seriöse und elegante Wirkung schafft. Für die trotzdem spannende Lebendigkeit de Mauerwerks sorgt das von den Planern gewählte Waalformat (210x100x52 mm).

Der stolze Klinkerquader wird in seiner kompletten Länge fünfmal von sehr eigenständig erscheinenden Gebäudekomplexen "durchschnitten". Sie kreuzen den dominanten Längsbau und unterscheiden sich davon deutlich in Form, Farbe und Material. Zur Hauptfront sind diese Querbauten rotundenartig mit viel vorgewittertem Kupfer sowie Glas ausgeformt und entfalten so eine transparente Wirkung, die im bewußten Kontrast zur Solidität der Klinkerfassade steht.

Gerade das Wechselspiel der Eindrücke und Materalien, der geplante Dialog von Klinkern, Kupfer und Glas, von opaken und transparenten Fassaden, macht den experimentellen architektonischen Reiz des Objektes aus, der in Almere erneut für erfrischende und erlebnisreiche Akzente sorgt.

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