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Mauerwerksrelief gibt Klarheit und Struktur

10.09.2021 Die Stadt Herne – mitten in der Metropolregion Rhein-Ruhr gelegen – ist um eine Landmarke reicher. Unweit des Bahnhofs ist nach einem Entwurf von Kleihues + Kleihues Architekten eine hochwertige Anlage mit 36 barrierefreien und seniorengerechten Wohnungen entstanden. Die elegant strukturierte Fassade des K111 wurde mit Klinkern der Hagemeister-Sortierung „Holsten GT“ gestaltet. Mit der Wahl des Materials knüpfen die Architekten an die Tradition des Ruhrgebiets an.

Der Name „K 111“ zeigt den Anspruch an das neue Gebäude. Das „K“ steht für Komfort, die „111“ für die Hausnummer. Der besonders energieeffiziente Komplex, der mit Geo- und Solarthermie sowie einer Photovoltaikanlage ausgestattet ist, dient als Beispiel für hochwertige und klimagerechte Architektur. Das Mehrfamilienhaus soll von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) eine Zertifizierung in Gold erhalten.  

 

Neue Perspektiven 

 

Das K111 steht an der Ecke von Bahnhofstraße und Bahnhofplatz. Schon von Weitem sichtbar, bildet das K111 eine Art Eingangstor zum Stadtzentrum von Herne. Ein abgestuftes Volumen mit seitlich sechs und in der Mitte acht Etagen greift die Höhenentwicklung der benachbarten Gebäude auf und stellt so gleichzeitig eine Harmonie im bisher heterogenen Stadtbild an dieser Stelle her. Die Anforderungen an den Komplex waren klar formuliert: Komfortabel und nachhaltig sollten die Wohneinheiten sein. Die insgesamt 36 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen haben eine Größe von 60 bis 118 m², sind barrierefrei und verfügen über großzügige Loggien oder Balkone. Durch die Abstaffelung des Baukörpers entstehen zusätzlich Dachterrassen.   

 

Außergewöhnliche Formensprache 

 

Für die Gebäudehülle fiel die Wahl auf Klinker aus dem Nottulner Werk Hagemeister. Die Ziegelfassade, verarbeitet mit der Sortierung „Holsten GT“ im Dünnformat, ist umlaufend gebändert und knüpft mit dem dunkelroten Stein mit dezent schwarz-anthrazitem Kohlebrand an die bauliche Tradition des Ruhgebiets an. Die Fassade ist in einem Blockverband vermauert, d. h. wechselnd in Kopfschicht und Läuferschicht, wobei Letztere in einem Mauerwerksrelief um 2,5 cm eingerückt ist. Dies verleiht dem Wohnhaus eine besondere Plastizität und eine skulpturale Erscheinung. Die Fassadenstruktur wird so optisch und haptisch erfahrbar. Ein bis auf die Eingangsbereiche geschlossener Sockel unterstreicht den solitärhaften Charakter. Das ausgeprägte Mauerwerksrelief im Sockelbereich mit diversen Formklinker-Ausprägungen ist ein optisches Highlight und dient der zusätzlichen Gliederung des Komplexes. Eine einzigartige Formensprache wird zudem durch die abgerundeten Gebäudeecken erzielt, die den Baukörper weich in die Straße einmünden lassen. Die Klinker-Verblendung ist bis in das Innere der Loggien fortgeführt. Zur Straße hin gibt es eingezogene Loggien, zum ruhigen, abgeschirmten Innenhof entfaltet sich die Fassade durch auskragende Balkone. 

 

Alles zu sehen in diesem kurzen Drohen-Video!

 

Hochwertig und einladend 

 

Die Architektur des Gebäudes besticht durch seine Klarheit. Qualitätsvolle und nachhaltige Materialien im Innen- und Außenbereich, wie etwa in Holz-Aluminium gefasste Fenster, die durch ihre Größe viel Licht ins Innere lassen, sorgen für einen hohen Wohnkomfort. Von den obersten Etagen aus können die Bewohner ihren Blick bis weit über die Region des Ruhrgebietes schweifen lassen und die ein oder andere Zeche aus Klinker entdecken.   

 

 

 

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Projektdaten 

Architektur: Kleihues + Kleihues, Berlin  

Bauherr: A + L Kleyboldt Wohnen GbR, Herne 

Klinker: Holsten GT + diverse Formklinker-Ausprägungen 

Format: DF (240 x 115 x 52 mm) 

 

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