Bürogebäude Wilhelmstraße

Bürogebäude Wilhelmstraße

Über dieses
Projekt

Standort: Berlin-Spandau, Deutschland
Objekttyp: Geschäftsgebäude
Architektur: project-s, Berlin
Projektarchitekt: Nora Rasch, Arne Bennert, Tina Wegener, Grit Müller-Binus und Ra
Auftraggeber / Bauträger: KUG Wilhelmstr. GmbH
Bauunternehmer: Krüger Bau Bernau GmbH
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
Wilhelmsrot FUoS ca. 1300 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Vor über 30 Jahren wurde die Festungshaftanstalt in Berlin-Spandau abgerissen. Das Areal ist heute ein lebendiges Stadtteilquartier mit großem Supermarkt. In einer Bebauungslücke zwischen zwei ehemaligen Beamtenwohnhäusern wurde nach einem Entwurf von project-s ein Bürogebäude errichtet. Seine Fassade zieren kräftig rote Ziegel der eigens von Hagemeister für das Objekt entwickelten Sortierung „Wilhelmsrot FUoS“. Sie knüpft an die Backsteinarchitektur der Nachbarhäuser an und setzt dank der mehrschichtigen und detailreichen Fassadenstruktur ein eigenständiges Statement. 

Der kompakte Baukörper mit einer quadratischen Grundfläche von 21,74 mal 21,74 Metern ist in der Mitte der denkmalgeschützten Beamtenwohnhäuser platziert. Durch die exponierte Lage fällt der Gebäudehülle eine besondere Bedeutung zu. „Alle Seiten sind nahezu gleichwertig“, sagt Nora Rasch von project-s. „Daher war es uns wichtig, jeder Seite eine Mitte zu geben. Das wurde durch die 4-achsigen Fenster umgesetzt. Aber auch die Formulierung von eindeutigen Zugangssituationen, durch die Gebäudevertiefung ausgearbeitet, war ein Schwerpunkt.“

In Anlehnung an die Umgebungsbebauung entschieden sich die Architekten auch bei der Fassade des neues Bürogebäudes für Klinker. „Unser planerisches Ziel war es, dem Gebäude einen Rhythmus zu verleihen und diesen über die Fassade abzubilden. Besonders gelungen ist die feingliedrige, mehrschichtige Struktur der Fassade, deren Abstufungen ein Viertel des Ziegelmaßes betragen und sich auch in der Art des Verbands unterscheiden“, erläutert Arne Bennert, ebenfalls Teil des Projektteams bei project-s. Insgesamt wirkt die Gebäudehülle durch die Ausbildung der Details klar und zeigt dabei die gestalterischen Möglichkeiten einer Klinkerfassade.

„Speziell an diesem Gebäude war uns im Zusammenspiel mit den Fassadenversprüngen wichtig, dass der Klinker seine Vielfältigkeit zeigt. Daher haben wir einen nicht homogenen sondern lebhaft gebrannten Klinker ausgewählt, der dem Neubau mit seiner Reliefierung und dem Wechsel der Verbände eine starke Präsenz verleiht“, so Nora Rasch. Gemeinsam mit Hagemeister wurde die individuelle Objektsortierung „Wilhelmsrot FUoS“ erarbeitet, die sich in ihrer Rot-Nuancierung an den Nachbargebäuden orientiert. Die weiteren Fassadenelemente wurden einheitlich in elegantem grau abgestimmt. So harmonieren Metallfenster, Türanlagen, Metalllamellen der Außenraffstore sowie die Außenbeleuchtung mit der Lebendigkeit des Klinkers.

Der Neubau fügt sich in das Ensemble aus Ziegelbauten ein und trifft dennoch eine eigene gestalterische Aussage. „Mit dem Bürokomplex haben die umliegenden Backsteinbauten, die früher die Zufahrt zur Gefängnisanlage gerahmt haben, ein neue Mitte erhalten“, resümiert Arne Bennert.

»Speziell an diesem Gebäude war uns im Zusammenspiel mit den Fassadenversprüngen wichtig, dass der Klinker seine Vielfältigkeit zeigt. Daher haben wir einen nicht homogenen sondern lebhaft gebrannten Klinker ausgewählt, der dem Neubau mit seiner Reliefierung und dem Wechsel der Verbände eine starke Präsenz verleiht.«

Nora Rasch, project-s Architekten, Berlin