Bürokomplex

Bürokomplex

Über dieses
Projekt

Standort: Bochum, Deutschland
Objekttyp: Geschäftsgebäude
Architektur: stegepartner, Dortmund
Auftraggeber / Bauträger: Cymed AG, Bochum
| Potsdam GT | DF (240 x 52 x 115 mm)
Klinker Format

In einem „Allerweltstechnologiepark“ in Bochum erwies sich ein schmales Eckgrundstück in einer Straßenkurve für den Bauherrn nachträglich als vorteilhaft. Ein südlich gegenüber liegendes Naturschutzgebiet, die wegen seiner Kurvenlage große Dynamik und die unter dem städtebaulichen Prinzip des „Einfügens“ unbrauchbare Nachbarbebauung bildeten die großen Pluspunkte dieser Parzelle. Das Grundstück und seine Lage diktierten folglich auch das architektonische Konzept: „Drei + eine Fassade“. Im Klartext bedeutete dies, sich nach Norden, Osten und Westen, also zur Verkehrsseite und Nachbarbebauung, verschlossen zeigen und sich öffnen nach Süden zum Wald, zur Landschaft mit einer klar gegliederten Fassade und ausschließlich raumhohen Fenstern. Dabei galt es, souverän die städtebauliche Ecksituation zu definieren. Tatsächlich ist es gelungen, dass fast alle Mitarbeiter den Blick in den Wald genießen. Drei solide gemauerte Klinker-Fassaden in der Hagemeister-Sortierung Potsdam DF mit ihrem dunklen, schwarz-blau-roten Farb spektrum geben dem Bau die gewünschte Gravidität und Ge schlos sen - heit. Die Klinkerwände stehen im Dialog mit Fassadenteilen aus ochsen blut rot - braunem Putz, Travertin und Sicht beton. Die Klinker-Fassaden, der „monolithische Rücken“, sind geschlossen mit kleinen Fenstern und bandartigen Schlitzen, um eine große Plastizität zu erzielen um bewusst das Thema des „Abgeschlossenen“ zu erzeugen. Die Fenster selbst treten in den Hintergrund. Die Staffelungen, die deutlich die Kurve der Strasse und die besondere Lage des Gebäudes definieren, sind nach Osten gänzlich geschlossen und bilden 10 m hohes, von weißem Putzraster gerahmtes, flächiges KlinkerMauerwerk. An der südlichen „Palazzofassade“ zeigt sich der Bau zur Landschaft offen und steht somit im Dialog mit dem „monolithischen Rücken“ aus Klinker. Der Bau wirkt streng in seiner Teilung und selbstbewusst, fast ein wenig herrschaftlich, ohne banale Symmetrien aufzubauen.

In diesem Projekt
verbauter Klinker