Cubes

Cubes

Über dieses
Projekt

Lage: Amsterdam, Niederlande
Objekttyp:
Architektur: LEVS architecten, Amsterdam
Architekt: Adriaan Mout, Jurriaan van Stigt, Marianne Loof
Auftraggeber / Bauträger: Maarsen Groep, Amsterdam
Bauunternehmer: Van Wijnen Groep, Baarn
Foto: Tom Elst
| Langeland HSG | ModF 52 (290 x 52 x 90 mm) ca. 2000 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Im Westen der niederländischen Hauptstadt sind nach einem Entwurf des Architekturbüros LEVS zwei Gebäude mit 68 Wohnungen realisiert worden. Die sogenannten „Cubes” in der Gerrit Mannourystraat knüpfen an die Nachkriegsarchitektur der benachbarten Gartenstadt an. Gleichzeitig orientieren sich die beiden Komplexe an den neueren Gebäuden in diesem Nachverdichtungsgebiet. Die Anpassung an den architektonischen Kontext vollzieht sich unter anderem durch die Verwendung der Hagemeister-Sortierung "Langeland HSG" im Modulformat. Der Neubau von LEVS, nur einen Steinwurf von der Westlichen Gartenstadt entfernt, fügt sich in die bestehende Mischbebauung aus den Fünfziger, Siebziger und Neunzigerjahren rund um den Koningin Wilhelminaplein ein. Verschiedene Architekturstile aus unterschiedlichen Epochen prägen das Nachverdichtungsgebiet. Die Architekten standen vor der besonderen Herausforderung, eine passende und zeitgemäße Antwort innerhalb der gegebenen Bedingungen zu finden. Für die Fassadengestaltung suchten die Architekten nach einer Klinkersortierung mit einem lebendigen und zugleich massiven Charakter. Fündig wurden sie mit der Hagemeister Sortierung "Langeland HSG" im Modulformat. Der Stein überzeugte mit seinen beige-weißen Grundtönen und dezenten schwarz-anthraziten Kohlebrand-Aufschmauchungen. Das Klinkermauerwerk wurde explizit zur Gliederung der Fassade verwendet. LEVS gab den Gebäuden ein strukturierendes Raster mit horizontalen Bändern aus Ziegeln, verarbeitet im Wilden Verband. Die Balkone sind Teil dieser Bänder und damit auf natürliche Weise Part des Gebäudes. Rund um die großen quadratischen Fenster, die viel Licht in die Wohnungen lassen, werden die Klinkerflächen fortgeführt. Hier erzeugen die in wechselnden Schichten hervorstehenden Steine ein besonderes Relief. An den Fassaden wurden Verblendklinker verwendet, die Untersichten der Balkone sind mit Riemchen realisiert. Das längliche Modulformat passt gut zur Horizontalität der Architektur in den Westelijke Tuinsteden. „Wir konnten diese Sortierung perfekt für das nutzen, was wir an diesem Standort realisieren wollten: zwei schicke Gebäude, die Leichtigkeit und Optimismus ausstrahlen, mit einem lebendigen, gesinterten Klinker von schöner Proportion und Länge. Der Ziegel ermöglichte es uns, beide Baukörper als abstrakte Monolithen zu entwerfen, als Würfel, die sich in die gesamte Architektur einfügen, die diesen verdichteten Standort kennzeichnet“, beschreibt Projektarchitekt Adriaan Mout. Auf der Nordseite stehen die Cubes nah an der Straße. Hier werden die vier Meter hohen Eingänge durch ein Vordach markiert. Die Südseite ist geprägt von den großen, gestaffelten Außenbereichen für optimale Ausblicke und Sonneneinstrahlung.

In diesem Projekt
verbauter Klinker