Gershwin Brothers

Gershwin Brothers

Über dieses
Projekt

Standort: Amsterdam Zuidas, NL
Objekttyp: Wohngebäude
Architektur: LEVS architecten, Amsterdam
Projektarchitekt: Adriaan Mout, Juriaan van Stigt, Marianne Loof
Bauunternehmer: Hurks, Eindhoven
Weimar HS Lübeck GT Rostock GT DF (240 x 52 x 15 mm) DF (240 x 52 x 15 mm) NF (240 x 71 x 115 mm) NF (240 x 71 x 15 mm) ca. 5600 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Zuidas hat sich in nur kurzer Zeit zu einem Stadtteil Amsterdams mit internationalem Charakter entwickelt. An einer Kreuzung mit unterschiedlichen Architekturstilen befinden sich die Gebäude Gershwin Brothers – George und Ira. Die beiden Komplexe wurden gemeinsam entworfen, haben aber jeweils einen eigenen Charakter. Architekt Adriaan Mout vom Amsterdamer Büro LEVS architecten spielte hier mit drei Kohlebrand-Sortierungen des Klinkerwerks Hagemeister: Lübeck GT, Weimar HS und Rostock GT.

Die im Frühjahr 2018 fertiggestellten Wohnkomplexe George und Ira bilden den Abschluss des „Gershwin-Abschnittes“ in dem Gebiet Zuidas. 160 Wohnungen aus dem mittleren Mietsegment verteilen sich auf Zwei- bis DreiZimmerwohnungen. Zwei begrünte Innenhöfe, großzügige Terrassen und Balkone gestalten diesen Platz zu einem entspannten Lebensraum.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt das Viertel Buitenveldert, dessen Gebäude durch die Nachkriegszeit geprägt sind. Ein Stückchen weiter, in Amsterdam Zuid, folgen Häuser im expressionistischen Stil der Amsterdamer Schule. Bei einem „Bruder-Bau“ knüpfte Architekt Adriaan Mout an die Nachkriegsarchitektur an. „George ist ein markantes Eckgebäude, das mit einem Sockel über zwei Etagen, breiten Streifen aus Architekurbeton und Feldern mit großformatigen, hellen Hagemeister-Klinkern optisch an die Wohnblöcke im benachbarten Buitenveldert anschließt“, erläutert Mout. Das Wohngebäude Ira referiert mehr zu der monumentalen und expressionistischen Klinkerarchitektur der Amsterdamer Schule. „Beim stark gestuften Wohngebäude Ira stehen die in schmalere Betonstreifen gesetzten Klinker mehr im Vordergrund. Pfeiler und Streifen in zwei Klinkerfarben gliedern das Gebäude“, sagt der Projektarchitekt.

Trotz ihrer individuellen Charaktere verbindet die beiden ein gemeinsamer Klinker. In beiden Gebäuden wurde die sandig-gelbe Hagemeister-Sortierung Rostock verarbeitet. Bei George spielt dieser die Hauptrolle und wurde mit dem weiß-hellbeigefarbenen Weimar kombiniert, bei Ira setzt sich die Sortierung als Akzent neben dem roten Lübeck fort. „Das Wunderbare an diesen Hagemeister-Klinkern ist die Haptik und Lebendigkeit. Diese Strangpressklinker sind eine gute Basis für ausdrucksvolle Gebäude. Man assoziiert diese Kohlebrand-Sortierungen mit Wohnen, Wärme und Intimität. So hat eine Sortierung wie Lübeck durch Reduzierungen und Sintern enorm viel Lebendigkeit, Textur und Farbe“, erklärt Mout. Das Architekturbüro hat sich für einen Stein im Normalformat und das Vermauern in einem doppelten Halbsteinverband entschieden, um die Gebäude, passend zur städtischen Umgebung, robust erscheinen zu lassen.

»Die Strangpressklinker sind eine gute Basis für ausdrucksvolle Gebäude. Man assoziiert diese KohlebrandSortierungen mit Wohnen, Wärme und Intimität. So hat eine Sortierung wie Lübeck durch Reduzierungen und Sintern enorm viel Lebendigkeit, Textur und Farbe.«

Adriaan Mout, LEVS architecten, Amsterdam