Internationale Schule

Internationale Schule

Über dieses
Projekt

Standort: Hamburg, Deutschland
Objekttyp: Schule + Gesundheit + Sport
Architektur: kramer biwer mau architekten
Projektarchitekt: Michael Biwer
Auftraggeber / Bauträger: Internationale Schule Hamburg e.V
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
Livorno BA Sonderbrand (DF 240 x 115 x 52 mm) ca. 4800 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Die Verzahnung von Natur und Architektur ist leitendes Motiv des Neubaus der Internationalen Schule Hamburg. Als skulpturales Spiel langgestreckter Kuben haben kramer biwer mau architekten den 17.000 Quadratmeter großen Schulneubau in die Umgebung des Botanischen Gartens integriert. Wie die Finger einer Hand legen sich die einzelnen Baukörper um den prägenden Baumbestand. Von jedem Klassenraum aus erlebbar, wird Natur zum bestimmenden Element des Schulalltags. Auch die Fassadengestaltung mit terrakottafarbenem Hagemeister Klinker „Livorno BA“ im Dünnformat und homogener Verfugung im gleichen Farbton ordnet sich der natürlichen Umgebung unter und nimmt Bezug zur ortstypischen Bebauung sowie zur ehemaligen Tongrube auf dem Schulgrundstück. Die Internationale Schule Hamburg mit Kindergarten, Junior School und Secondary School sowie Auditorium und Doppelsporthalle bietet ganztägigen Lern- und Lebensraum für 650 Schüler und deren Familien. Um die attraktive Lage am nördlichen Rand des Botanischen Gartens auch in der Schule erlebbar zu machen, sind der Bezug zur umgebenden Natur sowie natürliche Belichtung entwurfsleitend für Architekt Michael Biwer, der mit seinem skulpturalen Konzept den internationalen Realisierungswettbewerb gewonnen und seinen Entwurf umgesetzt hat. „Der Ganztagsbetrieb von Kindergarten bis Secondary School sorgt für eine Menge Bewegung im Haus und erfordert eine klare Orientierung mit deutlich ablesbarer innerer Struktur“, skizziert Biwer die Anforderungen an den Neubau gemäß dem Standard einer internationalen Schule. Seine überzeugende Antwort: ein mäandrierender, streng gegliederter Baukörper mit starkem Außenraumbezug sowie lichtdurchfluteten Räumen und Fluren, die einer geradlinigen Wegeführung folgen. Nach außen präsentiert sich der Baukörper aus langgestreckten Kuben mit einer streng gegliederten Fassade aus terrakottafarbenem Hagemeister Klinker der „Backstein“-Sortierung „Livorno“ mit leichtem Kohleschmauch. Eingebettet in steinfarbene Fugen erinnert das Mauerwerk an die geschlemmten Wände historischer Bauten. „Indem das Mauerwerk auf das reine Spiel von Licht und Schatten reduziert wird, korrespondiert die rigide Architektursprache der Fassade mit der Urwüchsigkeit der umgebenden Parklandschaft“, beschreibt Biwer die Wirkung der Fassadengestaltung. Durch den Manufakturcharakter des Ziegels mit unregelmäßigen Kanten, matten und glänzenden Oberflächen wird jeder Stein zum Unikat. Gleichzeitig zeichnet sich der bei 1200°C gebrannte Ton aus dem Nottulner Ziegelofen durch Beständigkeit gegenüber Regen, Frost und Verschmutzung aus.

»Der Klinker ist aufgrund seiner Dauerhaftigkeit und seines Variantenreichtums ein archetypisches Baumaterial, das echten architektonischen Umgang mit Gestaltung ermöglicht.«

Michael Biwer