Kindertagesstätte Waldbach

Kindertagesstätte Waldbach

Über dieses
Projekt

Standort: Münster, Deutschland
Objekttyp: Schule + Gesundheit + Sport
Architektur: BURHOFF und BURHOFF Architekten BDA, Münster
Projektarchitekt: Klaus Burhoff
Auftraggeber / Bauträger: Stadt Münster
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
Granada BA+FU ca. 655 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Münsters Stadtteil Wolbeck ist bei Familien besonders beliebt: Gründe dafür sind unter anderem die ländlich geprägte Lage im Grünen bei gleichzeitig guter Anbindung ans Zentrum der westfälischen Universitätsstadt. Auch die eigene Infrastruktur in Sachen Bildung macht Wolbeck zu einem attraktiven Wohnort für Menschen mit Kindern. Sie wurde zuletzt um eine Gemeinschaftsgrundschule ergänzt, die nun mit der Kindertagesstätte Waldbach in unmittelbarer Nachbarschaft komplettiert wurde.  

Die neue Kita nach einem Entwurf des örtlichen Architekturbüros BURHOFF und BURHOFF umfasst einen kompakten Baukörper mit zwei Etagen. Eine erhöhte Kopfseite markiert die Bauflucht der Erschließungsstraße, ein Rücksprung der Fassade an der nordöstlichen Gebäudeecke hebt den Eingangsbereich hervor. Die Spiel- und Freiflächen des Kindergartens orientieren sich nach Süden und Osten. Die Aufteilung im Inneren ist übersichtlich. „Das Gebäude sollte eine gute Funktionalität haben und gleichzeitig eine starke Identität mitbringen, die kindgerecht und bildhaft ist, aber nicht kindlich daherkommt“, so Architekt Klaus Burhoff. „Wir wollten ein selbstbewusstes Gebäude entwerfen, welches sich in seiner Umgebung behaupten kann, sich aber dennoch in den städtebaulichen Kontext einfügt.“ Das spiegelt sich insbesondere in der Gestaltung der Gebäudehülle wider. 

Ebenso wie bei der benachbarten Grundschule fiel die Wahl beim Material auf Hagemeister-Klinker. Im Gegensatz zum hellen Stein an der Schule, entschieden sich BURHOFF und BURHOFF bei der Kita für die leuchtend rot-orange Sortierung Granada BA+FU. Eine Besonderheit ist die Verfugung im roten Farbton des Verblenders: „Wir wollten hier eine abstrakte Flächigkeit erzeugen, um die Kubenhaftigkeit des Baukörpers zu verstärken und um den Kontrast zwischen den geschlossenen und den offenen Fassadenflächen zu betonen“, erläutert Burhoff. „Das verwendete Modulformat bietet hierbei eine starke Eigenständigkeit und Identität.“  

Trotz des eigenständigen Charakters fügt sich der Neubau harmonisch in die Architektur des Stadtteils Wolbeck ein, der geprägt ist durch den Übergang zum überwiegend landwirtschaftlich genutzten westfälischen Landschaftsraum mit den dort typischen aus roten Backsteinen hergestellten Hofstellen, wie Burhoff beschreibt: „Klinker ist hier ein ortstypisches und traditionelles Material, das sich zudem durch seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten auszeichnet. Er ist nachhaltig, altert sehr gut und schafft die gewisse Dauerhaftigkeit, die der Bautyp im Erscheinungsbild mit sich bringen sollte.“ 

»Wir wollten hier eine abstrakte Flächigkeit erzeugen, um die Kubenhaftigkeit des Baukörpers zu verstärken und um den Kontrast zwischen
den geschlossenen und den offenen Fassadenflächen zu betonen.«

Klaus Burhoff, BURHOFF und BURHOFF, Münster