Loungekwartier Terwijde

Loungekwartier Terwijde

Über dieses
Projekt

Standort: Utrecht, NL
Objekttyp: Wohngebäude
Architektur: Heren 5 Architecten bv bna, Amsterdam
Projektarchitekt: Jan Klomp, Rodger van Leeuwen, Risko Reuvers, Sara Bonet
Bauunternehmer: ZBB, Beverwijk
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
Mix aus "Gent BU" und "Gent BU+FU" (WF 210 x 100 x 51 mm) ca. 5800 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Im nördlichen Teil von Leidsche Rijn in Utrecht liegt der moderne, dynamische und wasserreiche Stadtteil Terwijde. Der südliche Teil von Terwijde hat einen lebendigen und urbanen Charakter mit Einfamilienhäusern und Stadtwohnungen. Hier ist das Loungekwartier mit 36 Wohnungen entlang der Hauptstraße Jazzsingel entstanden. An den Fassaden zur Straßenseite war die Hagemeister-Sortierung „Gent“ fest gesetzt. Das Architekturbüro Heren 5 Architecten kombinierte hier traditionelle Mauerarbeiten mit Riemchen in vorgefertigten Fassadenelementen aus Beton.

Geschlossene Baublöcke bestimmen das Bild des Viertels. Diese sind in zwei Reihen gruppiert, eingefasst in ein Raster aus Hauptstraßen (Jazzsingel und Louis Armstronglaan) und ruhigen Nebenstraßen. Für den von Heren 5 Architecten realisierten Wohnblock kamen Hagemeister-Klinker zum Einsatz. Mit der Objektsortierung „Gent“ realisierte Projektarchitekt Jan Klomp abwechslungsreiche Fassadenflächen mit stehenden und liegenden Mauerverbänden, zurückliegenden und herausstechenden Fassadenelementen sowie dunkelroten Klinkerflächen neben helleren Partien mit vielen Farbnuancierungen. An der Fassade wurden Prefab-Elemente mit Riemchen verarbeitet.

„Die reichhaltige Ornamentik, die Muster und Reliefs, die dadurch möglich wurden, verleihen allen Frontgiebeln eine besondere Ausstrahlung“, erläutert Jan Klomp die maximale Freiheit im Entwurf. Jede Wohnung ist über drei Baulagen hinweg in dunkelrote Fassadenfelder eingefasst, die von hervorstehenden Pfeilern eingerahmt werden. Hinzu kommt ein heller Dachrand. In den helleren Fassadenpartien ist die Fußseite des „Gent“ Klinkers zur Hälfte mit der dunkelroten Vorderseite des Steines gemischt worden. „Die Rückseite des Klinkers weist Spuren aus der Produktion auf. Der Klinker bekommt dadurch eine rauere Textur. Wir haben diese Fußseite als Sichtseite verwendet und mit der sauberen, dunkelroten Vorderseite vermischt“, erklärt Jan Klomp.

Der Baukrise geschuldet, ist aus den ursprünglich geplanten Wohnungen nun ein Block mit 36 Einfamilienhäusern entstanden. Innerhalb des städtebaulichen Schemas musste das Loungekwartier aber als robuster Baukörper umgesetzt werden. „Das verlangte nach soliden, geschlossenen Eckenelementen. Traditionelles Mauerwerk eignete sich hier angesichts der großen Fassadenflächen am besten“, erklärt Jan Klomp. An allen Fassaden des Loungekwartiers sind die dunkelgrauen Fugen tief ausgespart und im Nachhinein ausgefugt worden. Damit wird vermieden, dass entlang der Fassaden Unterschiede zwischen den Fugen der PrefabElemente und denen des traditionellen Mauerwerks entstehen können.

»Die Rückseite des Klinkers weist Spuren aus der Produktion auf. Der Klinker bekommt dadurch eine rauere Textur. Wir haben diese Fußseite als Sichtseite verwendet und mit der sauberen, dunkelroten Vorderseite vermischt.«

Jan Klomp, Projektarchitekt