NeMo-Wohnhäuser

NeMo-Wohnhäuser

Über dieses
Projekt

Standort: Düsseldorf, Deutschland
Objekttyp: Wohngebäude
Architektur: Geitner Architekten GmbH, Düsseldor
Auftraggeber / Bauträger: formart GmbH & Co. KG, Esse
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
Marbach HS, Stockholm BA+FU ca. 8650 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Zentral und ruhig zugleich – so präsentiert sich der Wohngebäudekomplex „NeMo“ in Düsseldorf. In unmittelbarer Nähe zu Landtag, Rhein und Medienhafen hat das Düsseldorfer Büro Geitner Architekten GmbH mehrere Gebäude realisiert, die den hohen Ansprüchen an modernes Wohnen gerecht werden und gleichzeitig eine Oase der Ruhe bieten. Dabei wurde besonderer Wert auf die Fassadengestaltung gelegt: Die Gebäude sind mit verschiedenen Riemchen-Sortierungen der Firma Hagemeister gekleidet, ergeben ein schlüssiges und zusammenhängendes Bild, das sich in die Umgebungsbebauung einfügt. Der Name „NeMo“ ist abgeleitet aus der städtebaulichen Lage des Komplexes zwischen der Neusser Straße und der Moselstraße. Über Jahre hinweg zog sich auf 100 Metern eine Baulücke entlang der Moselstraße. Dabei ist die Lage begehrt: Richtung Westen erreicht man nach einem Spaziergang von knapp 5 Minuten den Rhein; Richtung Osten liegt einem in einer Viertelstunde die Königsallee zu Füßen. Das Düsseldorfer Büro Geitner Architekten hat hier eine Baulücke geschlossen und einen Wohnblock verdichtet. Gleichzeitig entstand eine zusätzliche fußläufige Wegachse zwischen Landtag und Königsallee. Entlang dieser Achse laden Grünanlagen und ein Spielplatz zum Verweilen ein. Der Entwurf sah vor, dass der Lückenschluss nicht als Fremdkörper wirkt. Die einzelnen Häuser sollten die Besonderheiten der vorhandenen Bebauung aufnehmen und sie neu interpretieren. Dipl.-Ing Architekt Andreas Geitner baute diese Ideen in die Pläne ein: „Einzelne Elemente, wie z. B. die auskragenden Loggien oder Fassadengliederungen tauchen in unserem Entwurf als Zitate auf. Die neuen Baukörper reihen sich selbstverständlich in den Blockrand ein, sind aber trotzdem als neues Ensemble abzulesen.“ Die Wohnungen sind für ein gehobenes Marktsegment entwickelt worden. Tiefgarage, Aufzug, vollflächige Fußbodenheizung – das und mehr steht für den Anspruch an hochwertiges Wohnen. Die Verwendung des Klinkers ist eine Hommage an die Bestandsbauten der Nachbarschaft. Das schlanke Format der Hagemeister Sortierungen Marbach, Manchester und Stockholm betont die horizontale elegante Schichtung der Fassade. „Gewünscht war eine möglichst handwerkliche Oberfläche und eine natürliche Farbgebung“, betont Geitner, „Wegen des hohen Fugenanteils war die Farbe der Fugen selbst außerdem eine Herausforderung, weil sie die Ziegeltextur stark beeinflussen kann.“ Insgesamt, so Geitner, seien die Farben sorgfältig aufeinander abgestimmt worden, so dass sich die Gesamtanlage harmonisch und zusammenhängend präsentiert. Die solide Erscheinung der Fassade wird zusätzlich durch die Gliederung in der Tiefe gestärkt. Der Putz zieht sich nicht ganzheitlich über die Fassade, sondern wurde nachträglich bei ausgewählten Gebäudeteilen mit Klinkerriemchen beklebt. So wechseln sich entlang der Bebauung verklinkerte und verputzte Flächen ab und bieten ein abwechslungsreiches Ensemble. Eine Besonderheit ist dabei die Vielfalt der Farbtöne, die in der Fassade vorkommen: Die Hagemeister Sortierung Marbach präsentiert sich in einem warmen Farbspektrum von cremeweiß bis sandgelb, die Sortierung Manchester wird von einer schwarzen Grundfarbe geprägt, die ins dunkelbraune bis goldene changiert. Die Sortierung Stockholm erinnert an eine Backstein-Oberfläche und fasziniert mit ihrem von hellgrau über sandstein bis ins bräunlich-schwarze wechselnden Spektrum. Mit den verschiedenfarbigen Klinkerriemchen ist es den Architekten gelungen, ein Wohnquartier zu schaffen, das hochwertig ist und das sich den Bewohnern und Besuchern durch die individuelle Fassadengestaltung wie natürlich gewachsen präsentiert.

»Einzelne Elemente, wie z. B. die auskragenden Loggien oder Fassadengliederungen tauchen in unserem Entwurf als Zitate auf. Die neuen Baukörper reihen sich selbstverständlich in den Blockrand ein, sind aber trotzdem als neues Ensemble abzulesen.«

Andreas Geitner, Architekt