Neutorplatz

Neutorplatz

Über dieses
Projekt

Standort: Dinslaken, Deutschland
Objekttyp: Öffentlicher Raum
Architektur: wbp Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum
Projektarchitekt: Rebekka Junge <br> Christine Wolf
Auftraggeber / Bauträger: Stadt Dinslaken
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
Heiden (208 x 50 x 80 mm) Atlanta (208 x 50 x 80 mm ) ca. 9500 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Als verbindendes und vermittelndes Element zwischen dem neuen Einkaufszentrum und der umgebenden Bebauung haben die Landschaftsarchitekten von wbp aus Bochum den Neutorplatz in der Dinslakener Innenstadt geplant. Entsprechend seiner Bedeutung für das Stadtzentrum, sollte mit der Neugestaltung die jahrelang als Parkplatz genutzte Fläche zu einem multifunktionalen Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität weitergedacht werden. Mit einem regionalen und zum Ort passenden Produkt wollten die Planer eine Verknüpfung zum gebauten Umfeld herstellen. Pflasterklinker in den seitlichen Bereichen des Neutorplatzes und den angrenzenden Straßenräumen verzahnen den Freiraum mit der Innenstadt. Der zentrale Platz erhält einen Belag aus Betonwerkstein, dessen Splitte die Farbigkeit des Klinkers aufgreifen. Alt und Neu harmonisch zu vereinen und den größten innerstädtischen Platz Dinslakens mit seiner angrenzenden Geschäftstraße zu einem Ort der Begegnung zu machen, war das Ziel der Entwurfsaufgabe. Dazu haben die Landschaftsarchitekten den ursprünglichen Platz vergrößert und sensibel in das städtebauliche Umfeld integriert. Hagemeister Pflasterklinker der Sortierungen Heiden und Atlanta nehmen die stadtprägende Gestaltung der Fußgängerzone und zwei historischer Plätze auf. Der Klinker gibt dem Neutorplatz einen eleganten Rahmen und leitet nahtlos über zum angrenzenden Straßenraum. Dort setzt er sich in Gehwegen, Parkierungsflächen, Radwegen und Wegen für reduzierten Fahrverkehr gestalterisch fort. Im Ellbogen- und Läuferverband verlegt, verleihen die Tonpflaster in länglichem Format (208 x 50 x 80 mm) dem Stadtraum eine angenehm lebendige Atmosphäre. Die Kombination der Sortierungen Heiden und Atlanta strukturiert den Stadtgrundriss in verschiedene Funktions- und Aufenthaltsbereiche. Die farbund lichtechten Klinker der Sortierung Heiden tauchen Platz, Fuß- und Radwege in einen warmen, rotbunt changierenden Grundton. Atlanta verleiht Fahrgassen einen edlen und modernen Charakter. Der bei circa 1.200° C gebrannte Ziegel mit Spezialfase vereint die optischen Reize des natürlichen Materials Ton mit technischen Vorzügen höchster Stabilität. So sorgt er für eine besonders wartungsarme Oberfläche und Frostsicherheit. Auch Schubund Scherkräften von Lieferverkehr oder Belastungen durch ein- und ausparkende Fahrzeuge hält er problemlos stand. Bäume rahmen den Platz entlang seiner beiden Längsseiten ein und betonen seine Ausdehnung zwischen der neuen Galerie im Süden und der historischen Gaststätte auf der Nordseite. Zentrale Haltepunkte des ÖPNV haben die Planer barrierefrei in die Gestaltung integriert und auch Raum für Außengastronomie am Neutor geschaffen. Eigens für das Projekt entworfene Außenmöbel und Lichtelemente ergänzen die kontrastreiche Gestaltung. Nun präsentiert sich der neue Platz mit angrenzendem Straßenraum der Stadt und ihren Bewohnern als qualitätvoller Freiraum, der zum Verweilen einlädt.