PUUUR BSH

PUUUR BSH

Über dieses
Projekt

Standort: Amsterdam, NL
Objekttyp: Wohngebäude
Architektur: Atelier PUUUR
Projektarchitekt: Pim van Tol, Brecht Goeman und Furkan Köse
Auftraggeber / Bauträger: Atelier PUUUR, Vink Bouw, 32 Wohnungseigentümer
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
"PUUR BSH" (SF 260 x 90 x 51 mm) ca. 1400 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Der Stadtteil Buiksloterham im Norden Amsterdams wandelt sich seit einigen Jahren von einem Industrie- und Gewerbegebiet hin zu einem hippen und nachhaltig orientierten Quartier für Wohnen und Arbeiten. Der im Februar 2017 fertiggestellte Wohnkomplex PUUUR BSH repräsentiert diese Entwicklung: Das nach den Wünschen der Eigentümerschaft maßgeschneiderte Gebäude mit 32 Eigentumswohnungen, drei Gewerbeflächen und mehreren Gemeinschaftsräumen ist zu 100 Prozent klima- und nahezu energieneutral (EPC 0,15). Es ist zudem mit Solarmodulen und -kollektoren ausgestattet und verfügt über Dreifachverglasung, einen Regenwasserpuffer, ein gemeinsames Wärmerückgewinnungssystem sowie eine Wärme- und Kältespeicherung mit Fußbodenheizung und -kühlung. Für den Entwurf verantwortlich zeichnet das örtliche Architekturbüro Atelier PUUUR, das gleichzeitig als Miteigentümer auftritt.

Der Nachhaltigkeitsgedanke spiegelt sich auch an der Gebäudehülle des PUUUR BSH wider. Die Fensterrahmen sind, in Anlehnung an die Eisenbahnlinie in der Nähe, aus eloxiertem Aluminium hergestellt. Die Fassadenverkleidung besteht aus einem farbigen, Prefab gefertigten Mauerwerk mit einem maßgeschneiderten Objektklinker von Hagemeister. Die federführenden Architekten Furkan Köse und Brecht Goeman haben die Sortierung „PUUUR BSH“ in enger Zusammenarbeit mit dem Nottulner Traditionsunternehmen entwickelt: „Bei Hagemeister konnten wir in aller Freiheit an der Objektsortierung feilen. Wir konnten mit Format, Farbe, Textur und auch mit der Sinterung experimentieren“, zeigt sich Köse zufrieden.

Die Objektsortierung „PUUUR BSH“ basiert auf zwei bestehenden Hagemeister-Sortierungen mit Oberflächenstrukturen, die an klassische Handstrich-Klinker erinnern – ein guter Ausgangspunkt für die helle, in Beigenuancen spielende Fassade, die die Architekten für den Komplex im Sinn hatten. Darüber hinaus wollten Köse und Goeman einen harten, nachhaltigen und gleichmäßig geformten Klinker, um den damit geschmückten Flächen und Leisten in der Fassade eine gleichförmige Struktur zu geben. Das Atelier PUUUR verarbeitete die Klinker sowohl mit der Vorder- als auch der Rückseite an der Gebäudehülle. Dadurch entstand ein vierfarbiger Mix: Beige, Grau, Gelb und Weiß – jeweils changierend durch die Farbnuancen der individuellen Klinker.

Das besondere Klinkerformat der Objektsortierung (260 x 90 x 51 mm) erzeugt in Verbindung mit dem Stapelverband sowie den gegenläufigen Grenadierschichten einen besonderen Effekt. Die doppelten Klinkerlagen werden »Die gleichmäßig geformten Klinker, die ansprechende Farbnuancierung und das besondere Format tragen zur architektonischen Qualität und zur Ausstrahlung des Gebäudes bei. Der Klinker wird in diesem Entwurf als Pixel verwendet, die wir an der Fassade optimal miteinander mischen konnten.« Furkan Köse, Atelier PUUUR, Amsterdam genutzt, um die Übergänge zwischen den Prefab-Fassadenelementen – wie tiefe Scheinfugen, die an beiden Seiten von einer Klinkerreihe flankiert werden – zu kaschieren. „Zugleich aber sorgt das Linienspiel dieser zurückliegenden Scheinfuge für den besonderen Charakter der gemauerten Fassade“, so Köse.

„Hier fließt die Charakteristik der Objektsortierung zusammen: Die gleichmäßig geformten Ziegel, die ansprechende Farbnuancierung und das besondere Format tragen zur architektonischen Qualität und zur Ausstrahlung des Gebäudes bei. Der Klinker wird in diesem Entwurf als Pixel verwendet, die wir an der Fassade optimal miteinander mischen konnten. 

Furkan Köse, Atelier PUUUR, Amsterdam