Stadtpark Quartier

Stadtpark Quartier

Über dieses
Projekt

Standort: Hamburg, D
Objekttyp: Wohngebäude
Architektur: Frank Pawlik Architekten - Hamburg
Auftraggeber / Bauträger: Engel & Völkers Development GmbH
Holsten GT NF (240 x 71 x 115 mm) ca. 2800 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

In unmittelbarer Nähe zum Hamburger Stadtpark Winterhude ist auf der Brachfläche des ehemaligen Güterbahnhofs Barmbek mit dem Neubau eines Wohnquartiers wieder Leben eingekehrt. Als prägnante Landmarke am südlichen Entree des Viertels begrüßt ein winkelförmiger Komplex mit einem 12-geschossigen Wohnhochhaus die Bewohner. Für den Entwurf war das örtliche Büro Frank Pawlik Architekten verantwortlich.

Um die Tradition der Klinkerarchitektur aus der Umgebung fortzusetzen, war für die Gebäudefronten an der Straßenseite rot bis rot-bunter Backstein als Material festgelegt. Die Architekten des Eingangsgebäudes interpretierten diesen zeitgemäß: „Wir haben die Gebäudehülle des in die Höhe gestaffelten Hochhauses als Stein-Netz konzipiert, das sich gleichermaßen über die Innenräume und die davor gelagerten Freisitze spannt“, erklärt Mirco Quandt. „Durch die Ausbildung von Loggien innerhalb dieser Membran anstelle von vorgelagerten Balkonen und durch die Zusammenfassung der unterschiedlichen Fassadenbestandteile zu gerahmten Elementen haben wir eine aufgeräumte Kubatur mit einem betont unaufgeregten Gesamt-Erscheinungsbild erreicht.“

Trotz seines großen Volumens strahlt das Gebäude ein gewisses Maß an Leichtigkeit aus. „In Kombination von Ziegeln mit den durch Metallrahmen eingefassten Elementen, zum Beispiel die Fenster, konnte dem Haus die Schwere genommen und eine beruhigte horizontale Fassadenordnung gegeben werden“, so der Projektarchitekt. Die strukturierte Flächenwirkung wird durch die Materialwahl verstärkt: Mit ihren dunkelrotbraun-Nuancierungen und dem charakterstarken Kohlebrand passen die Klinker der Hagemeister-Sortierung „Holsten“ perfekt ins vorgegebene Farbkonzept. Sie wurden in den oberen Stockwerken im Normalformat, in den unteren Etagen im Dünnformat angeordnet. Damit entsteht eine zusätzliche Staffelung des Gebäudes.

Es galt letztlich, die hohen Ansprüche an die Ästhetik mit den angesetzten Baukosten zu vereinbaren. Für eine optimale Außenwandstärke und Flächeneffizienz entschieden sich die Architekten für eine Ausführung der Steine als Riemchen.

„Da die ,Holsten‘-Klinkerriemchen aus vollen Steinen geschnitten werden, konnten die Details entsprechend so gewählt werden, dass die äußere Fassadenebene nicht zweidimensional wirkt“, sagt Mirco Quandt und stellt zufrieden fest: „Beim fertigen Gebäude ist kein Unterschied zur Verwendung von Vollsteinen feststellbar.“

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