Via Ceramica

Via Ceramica

Über dieses
Projekt

Standort: Lahr (Schwarzwald), D
Objekttyp: Öffentlicher Raum
Architektur: club L94 Landschaftsarchitekten (Entwurfsarchitekten)
Projektarchitekt: Anika Brede
Auftraggeber / Bauträger: Landesgartenschau Lahr
Bauunternehmer: Jakober GmbH, Lahr
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
Objektpflaster ca. 870 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Bürgerpark, Seepark, Kleingartenpark: Für die Landesgartenschau am Siedlungsrand des Lahrer Westens ist eine besondere Parktrilogie entstanden. Mit der „Via Ceramica“ hat der im Bürgerpark gelegene Vicus Stadtgarten ein echtes historisches Highlight zu bieten. Dem Verlauf der alten Römerstraße nachempfunden, ist hier parallel zur Bundesstraße ein Weg durch eine ehemalige Römersiedlung entstanden. Sein Belag aus Klinker mit der Objektsortierung „Via Ceramica“ erinnert an die Tonarbeiten aus jener Zeit. Als gestalterische Besonderheit wurden 150 Steine mit Sonderprägung eingesetzt.

Archäologische Untersuchungen haben auf den Flächen des jetzigen Stadtgartens eine römische Siedlung nachgewiesen. Grund genug, diese Historie aufzugreifen und landschaftsarchitektonisch zu interpretieren. So wurden die typisch römischen Langhäuser mit großen formgeschnittenen Lindenblöcken nachgezeichnet. Baumblöcke aus geschnittenen Linden symbolisieren die Streifenhäuser, die hier ursprünglich vor über 1.800 Jahren entlang einer römischen Handelsstraße lagen. Der offene Vicus mit seinen freien Rasenplateaus nimmt Bezug zu den Römergärten, die im Hintergrund der Langhäuser lagen.

Als zentrale Achse von der Stadt kommend leitet die „Via Ceramica“ als Kernstück des Stadtgartens über die Brücke in den Seepark. Mit einer Breite von vier Metern schiebt sie sich durch den Bürgerpark vom Stadteingang im Norden knapp 280 Meter bis zum südlichen Entree. Die „Via Ceramica“ liegt 16 cm erhöht über der Rasenebene und „ist mit einem hellgrauen Betonfertigteil, welches als Kontur bei allen relevanten Wegen und Plätzen auftaucht, eingefasst. Sie ordnet damit die Wegeverbindung mit ihrem einzigartigen Belag in die Gesamtanlage ein“, sagt Anika Brede von club L94 Landschaftsarchitekten. Die Entscheidung, die „Via Ceramica“ mit Klinkern von Hagemeister zu gestalten, ist neben der Farbauswahl historisch begründet. „Gebrannter Ton war an dieser Stelle zu Zeiten der Römer das Material, was die ganze Region geprägt hat“, so Anika Brede von club L94 Landschaftsarchitekten. Der eingesetzte Pflasterklinker mit der Objektsortierung „Via Ceramica“ passt sich mit seiner tonähnlichen Farbe sehr gut in die Zeit der alten Römer ein. Mit dem historischen Bezug zur Römersiedlung wurde der Claim der Landesgartenschau Lahr „Lahr wächst, lebt, bewegt!“ ins Lateinische übersetzt und auf 150 Steine gesondert geprägt: „LARUM CRESCIT“, „LARUM VIVIT“, „LARUM MOVET“. So können die Besucher auf der „Via Ceramica“ schlendern und sich gleichzeitig von der Vergangenheit inspirieren lassen.

»Die „Via Ceramica“ ist mit einem hellgrauen Betonfertigteil, welches als Kontur bei allen relevanten Wegen und Plätzen auftaucht, eingefasst. Sie ordnet damit die Wegeverbindung mit ihrem einzigartigen Belag in die Gesamtanlage ein.«

Anika Brede, club L94 Landschaftsarchitekten