"Wilsdruffer Kubus" Haus Postplatz

"Wilsdruffer Kubus" Haus Postplatz

Über dieses
Projekt

Standort: Dresden, Deutschland
Objekttyp: Wohngebäude
Architektur: Tchoban Voss Architekten BDA, Dresden
Projektarchitekt: Jörg Rudloff
Auftraggeber / Bauträger: FAY Projects GmbH, Mannheim
Objektsortierung
-Infos auf Anfrage.
Postplatz HS ca. 4000 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Am Postplatz im Zentrum der Kunst- und Kulturstadt Dresden trifft historische auf moderne Architektur. Im Zuge einer Umgestaltung des Platzes entstehen im Umfeld zahlreiche neue Projekte für Wohnen und Arbeiten. Eine neue Landmarke ist das Haus Postplatz. Der Solitärbau, entworfen vom Architekturbüro Tchoban Voss, verweist mit seiner Kubatur und Gliederung auf die umliegenden Gebäude. Der Hagemeister-Klinker in der Objektsortierung „Postplatz HS“ sorgt mit seiner Optik und Haptik für Lebendigkeit. 

Bei der Neugestaltung der Südseite des Postplatzes ist ein sechsgeschossiger Solitärbau mit zusätzlichem Staffelgeschoss und zwei Untergeschossen nach einem Entwurf von Tchoban Voss Architekten entstanden. Die blockartig ausgeprägte Randbebauung ist tektonisch nachvollziehbar gegliedert und umschließt einen begrünten Innenhof, der oberhalb der Dachfläche des zweiten Obergeschosses liegt. „Die Formensprache ist von klassischen Vorbildern städtischer Geschäfts- und Wohnhäuser beeinflusst, unterstützt durch angemessene Durchdetaillierung sowie Plastizität der Fassade. Mit den abgerundeten Ecken des Baukörpers zum Postplatz entsteht städtebaulich ein den Raum prägender Solitär“, sagt Projektarchitekt Jörg Rudloff des ausführenden Büros. Die klassisch gemauerten, abgerundeten Gebäudeecken am Postplatz und Mitte Marienstraße lassen den Baukörper weich in die Straßenzüge einmünden.  

Das Architekturbüro entschied sich für die Handstrich-Sortierung „Postplatz HS“ von Hagemeister, die speziell für dieses Objekt entwickelt wurde. Sie changiert in einem Farbspektrum von gräulich-weiß bis beige und weist Nuancen durch spezielle Kohlebrand-Aufschmauchungen auf. Mit dieser handstichartigen Oberflächenstruktur und den teils granuliert wirkenden Kohlebrandakzenten sorgt der Stein in der Fassade für ein lebendiges und vielschichtiges Bild. Jörg Rudloff weiß um die Vorteile der Gestaltung mit Klinker: „Der Stein wirkt bereits in der puren Fläche optisch und haptisch angenehm. Der Klinker geht quasi mühelos über die städtebaulich gewollten runden Gebäudeecken. Zudem überzeugt er optisch in der Fernwirkung und wird aus der Nähe betrachtet reicher.“ 

Die Verwendung von Klinker beschränkt sich auf die Fassaden des Blockrandes nach außen zur Straßenseite hin. Zum Innenhof wurde eine weiße Putzfassade realisiert, die sich harmonisch dem Klinker unterordnet. Weitere eingesetzte Materialien wie Aluminium für die Fensterrahmen passen sich optisch an die Klinkerfassade an. Das Erdgeschoss und 1. Obergeschoss werden durch zweietagige Fensterelemente optisch zu einem überhöhten Geschoss zusammengeführt, charakterisiert durch regelmäßige Pfeiler und Fassadenöffnungen. Die Fenster der viergeschossigen Lochfassade darüber sind paarweise angeordnet.

»Der Stein wirkt bereits in der puren Fläche optisch und haptisch angenehm. Der Klinker geht quasi mühelos über die städtebaulich
gewollten runden Gebäudeecken. Zudem überzeugt er optisch in der Fernwirkung und wird aus der Nähe betrachtet reicher.«

Jörg Rudloff, Tchoban Voss Architekten BDA, Dresden