Wohnhaus Dortmund

Wohnhaus Dortmund

Über dieses
Projekt

Standort: Dortmund, Deutschland
Objekttyp: Wohngebäude
Architektur: Heiderich Architekten
Auftraggeber / Bauträger: privat
| Manchester GT | ModF 40 (290 x 40 x 90 mm) ca. 350 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Mit unverbaubarem Blick über das Ruhrgebiet thront das postmoderne Gebäude auf dem höchsten Punkt Dortmunds. Das Grundstück entsprach dank seiner exponierten Lage und Größe exakt dem Wunsch der Bauherren nach Sonnenlicht und Weitblick. Auf der ehemaligen Pferdewiese ist ein großzügiges Anwesen mit umlaufenden Terrassen und Naturpool entstanden. Für den Entwurf des architektonischen Konzeptes beauftragten die Bauherren das Architekturbüro Heiderich Architekten aus Lünen. In intensiver Zusammenarbeit entstand ein moderner Solitär, der sich mit großen Fensterflächen der weitläufigen naturnah gestalteten Gartenlandschaft öffnet. Der schwarz-bräunliche Hagemeister-Klinker der Sortierung „Manchester“ steht mit seiner Materialität im spannenden Kontrast zur champagnerfarbenen Aluminiumplatte des Obergeschosses. Der architektonische Entwurf des Einfamilienhauses zeichnet sich durch den gelungenen Materialmix der Fassadengestaltung aus: Schwebend leicht liegt das Obergeschoss mit seiner Aluminiumfaltung auf dem steinernen Sockel des Erdgeschosses. Die fließende Verbindung von Innen und Außen mit ihrem gläsernen Wohnbereich vollendet die ansonsten gradlinige Architektur. „Das Gebäude folgt einer bewusst formalistischen Volumenkomposition, die additiv den Sockel aus Klinker, den gläsernen Wohn-/ Essbereich, die Aluminiumfaltung um das Obergeschoss und den Holzkörper des Schlafbereiches zusammenfügt“, erläutert Architekt Martin Heiderich sein Entwurfskonzept. Subtraktive Einschnitte prägen charakteristisch den steinernen Sockel aus Klinker und gliedern ihn außen in Durchgänge und das Vordach über dem Hauseingang. Die Sortierung „Manchester“ kleidet den rund 40 Meter langen Gebäuderiegel und bildet den visuellen Halt für den sich angliedernden Gebäudekörper. Die Mauer mit Durchgängen zum Garten verschmilzt mit der Fassade des Erdgeschosses. Im Innern zonieren die Einschnitte die Küche und den minimalistischen Kamin im Stil der 50er und 60er Jahre. Vollendet werden die streng formalistischen Regeln der Baukörperkomposition durch die konsequente Entscheidung für nachhaltige Materialien aus der Region wie Eiche, Klinker und Grauwacke. Das Farbkonzept leitet sich von den verwendeten warmtonigen Materialien ab und folgt dem Wunsch der Bauherren, auf die Farbe Grau komplett zu verzichten. Aufgrund ihrer bräunlichen Farbschattierungen und der beim Brand entstehenden kleinen goldfarbenen Einschlüsse finden sich im Klinker all die erdigen Farbnuancen wider, die auch dem Gebäudeinnern eine atmosphärisch warme Ausstrahlung verleihen. Das Gesamtensemble strahlt Kraft und Ausgewogenheit aus – alles Attribute, die dem Leitmotiv eines modernen, entspannten und unprätentiösen Bungalows im Grünen folgen. Die Bauherren haben sich bewusst für Klinker entschieden, weil der Stein aus dem Münsterland das Gebäude erdet und mit dem Grundstück verzahnt.

»Das Gebäude folgt einer bewusst formalistischen Volumenkomposition, die additiv den Sockel aus Klinker, den gläsernen Wohn-/Essbereich, die Aluminiumfaltung um das Obergeschoss und den Holzkörper des Schlafbereiches zusammenfügt.«

Martin Heiderich, Architekt