Küchenhaus LWL-Klinik

Küchenhaus LWL-Klinik

Über dieses
Projekt

Standort: Dortmund, D
Objekttyp: Öffentliches Gebäude
Architektur: kadawittfeldarchitektur, Aachen in Kooperation mit Atelier Thomas Pucher, Graz
Projektarchitekt: Minh Nguyen
Auftraggeber / Bauträger: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL-Bau- und LiegenschaftsB.
| Dallas FS | ModF 52 (290 x 52 x 90 mm) ca. 1200 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Als eigenständiger, monolithischer Baukörper mit klarer Formen- und Materialsprache fügt sich das neue Küchenhaus der LWL-Klinik in Dortmund-Aplerbeck elegant und zeitlos in den baulichen Kontext des Klinikgeländes ein. In respektvollem Umgang mit Bestand, Geschichte und Umgebung des traditionsreichen Ortes hat das Aachener Büro kadawittfeldarchitektur, in unmittelbarer Nähe zum zentralen, in Kooperation mit dem Atelier Thomas Pucher aus Graz geplanten Krankenhausneubau, das neue Küchenhaus der LWL-Klinik entworfen. Die Planer legten im Wettbewerb zunächst die Kubatur des Bettenhauses fest und platzierten diese in der Kontur eines vierblättrigen Kleeblattes zentral auf dem Klinikgelände. So entstand ein Mittelbaukörper mit vier angrenzenden Einzelbauten. Auf Grundlage dieses prämierten Wettbewerbsentwurfs entstand ein Masterplan, der aus der kleeblattförmigen Struktur des entstehenden Hauptgebäudes eine Grundform für das Küchenhaus und weitere, zukünftige Ergänzungsbauten ableitet.

Der freistehende, zweigeschossige Neubau ist für die tägliche Zubereitung von mehr als 1.100 Mahlzeiten für Patienten und Mitarbeiter ausgelegt und nach Nutzungseinheiten gegliedert: Im Erdgeschoss ist die Küche mit allen notwendigen Arbeitsbereichen wie Kühllager, Spülküche, Speisenausfuhr und Warenanlieferung untergebracht. Im Obergeschoss wurde eine Cafeteria mit Essensausgabe angelegt, die Raum für rund 200 Personen bietet. Ein zentraler, begrünter Patio belichtet die flexibel nutzbaren Speisesäle. Im Untergeschoss befinden sich die Technikräume sowie ein unterirdischer Gang, der das Klinikgebäude mit dem Küchenhaus verbindet.

Die dunkle Klinkerfassade mit einer klar definierten Kanten- und Linienführung ist im Bereich des Eingangs, der Anlieferung und den Panoramafenstern tief eingeschnittenen und durch auskragende Einfassungen in eloxiertem Aluminium betont. Die Planer wählten anthrazitfarbenen Klinker der Sortierung „Dallas FS“ von Hagemeister.„Die Fassade aus Klinkermauerwerk ist eine Reminiszenz an die bestehenden Klinikgebäude aus der Jahrhundertwende um 1900“, erklärt Projektleiter Minh Nguyen vom Büro kadawittfeldarchitektur. „Um dabei ein zeitgemäßes und eigenständiges Erscheinungsbild zu erzeugen, haben wir uns für einen moderneren, dunklen Ziegel entschieden.“

Der in der Oberfläche fein geriffelte Klinker changiert von Grautönen über Anthrazit bis fast Schwarz und zeigt je nach Sonnenstand einen dezenten, silbrigen Glanz. „Der metallische Schimmer des ausgewählten Klinkers nimmt Bezug auf die Aluminium-Fassade des benachbarten Klinik-Neubaus. Wir sehen das Küchenhaus als Vermittler zwischen dem neuen Hauptgebäude und der Bestandsbebauung. Dabei kommt dem Material Klinker eine entscheidende Bedeutung zu“, beschreibt Minh Nguyen.

Die elegante, dunkle Farbigkeit des Klinkers unterstreicht auch den eigenständigen, modernen Charakter des neuen Küchenhauses.Der Bau ermöglicht eine zeitgemäße und effiziente Essensversorgung der gesamten Einrichtung und fügt sich dank seiner Materialität harmonisch in das Ensemble bestehender Gebäude auf dem Gelände ein. Das hat der Bund Deutscher Architekten mit seiner Auszeichnung guter Bauten anerkannt.

»Das Küchenhaus fügt sich dank seiner Materialität in das Ensemble der bestehenden Gebäude ein. Zudem unterstützt der Klinker die gewünschte, monolithische Wirkung des Baukörpers.«

Dipl.-Ing. Architektur Minh Nguyen, kadawittweldarchitektur, Aachen

In diesem Projekt
verbauter Klinker

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