Domquartier

Domquartier

Über dieses
Projekt

Standort: Erfurt, Deutschland
Objekttyp: Wohngebäude
Architektur: Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten, Weimar
Weimar HS DF (240 x 52 x 115 mm)
Klinker Format

Mit einem neuen gepflegten Wohnquartier kehrt nach rund 200 Jahren Leben zurück an den Erfurter Dom. Dem Entwurf von Osterwold°Schmidt liegt die Idee zugrunde, den Anspruch auf großzügiges Wohnen mit viel Licht und freier Aussicht mit den stadtbaulichen und kontextuellen Forderungen bestimmter Raumkanten zu vereinen. Die Fassadengestaltung mit Hagemeister-Klinkern der hellen Handstrich-Sortierung Weimar unterstützt diese Idee.

Die Nähe zum Dom und der Innenstadt macht die Lage des Projektes attraktiv. Sie ist maßgeblicher Faktor für die Gestaltung und die Dimension des Neubaus unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten und stadtgestalterischen Fragen. „Es entstehen trotz dichter Bebauung im Stadtzentrum sehr gute und hochwertige Wohnbedingungen mit Bezug nach Innen und Außen in spezifischen Blickbeziehungen und Raumeindrücken. Die Wahrnehmung des Objektes von außen soll dem ebenso, differenziert und doch zusammengehörig, entsprechen“, sagt Antje Osterwold vom ausführenden Büro Osterwold°Schmidt.

Das Umfeld ist geprägt vom hellen Sandstein des Domes, von Kalksteinmauern oder Putzflächen. Das Architekturbüro entschied sich für den Baustoff Klinker, um auf die vorherrschende Farbtonigkeit zu reagieren, ohne mit dem identischen Material zu arbeiten. „Wir sind anhaltend begeistert von der Wandlungsfähigkeit des Klinkers generell: Formate, Oberflächen, Brände und Verfugung, ganz abgesehen vom Basismaterial an sich, bieten eine offenbar unendliche Vielfalt im Erscheinungsbild“, erläutert die Projektarchitektin. Das langlebige Material Klinker hat neben der zunehmenden Schönheit bei Alterung noch weitere positive Attribute. Osterwold ergänzt: „Für das Quartier am Dom schätzen wir zudem den Ausdruck einer gewissen Schwere und Massivität, die einmal mehr den Eindruck von Solidarität und Beständigkeit stützt.“ Die weiß-hellbeige Hagemeister-Sortierung Weimar HS im Dünnformat wurde im wilden Verband vermauert.

Je nach Orientierung der Gebäudeflügel etwa zum Dom oder zur Straße wandeln sich die Fassaden in der Erscheinung ihrer Schwere, Durchlässigkeit und Massivität. Dazu trägt auch der Anteil der Klinkerflächen pro Fassade bei: Während am Domplatz der geschwungene Flügel komplett verklinkert ist und ein Wechselspiel durch Fenster und Loggien mit Schiebeverglasungen bildet, folgen den Straßenzügen Fassaden in Klinker-Putz-Kombination und geschlämmte Klinkerflächen. Im Innern des Quartiers beschränken sich die Klinkerflächen meistens auf das Erdgeschoss. Die Putzflächen werden strukturell ergänzt durch die Vielzahl der Balkone bzw. Loggien, deren metallene Geländer mit speziellen Lochungen einen gewissen Bezug zum Klinkerverband assoziieren.

»Wir sind anhaltend begeistert von der Wandlungsfähigkeit des Klinkers generell: Formate, Oberflächen, Brände und Verfugung, ganz abgesehen vom Basismaterial an sich, bieten eine offenbar unendliche Vielfalt im Erscheinungsbild.«

Antje Osterwold, Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten, Weimar

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