Pflegeheim Heiliggeiststift

Pflegeheim Heiliggeiststift

WÄRME UND WERTIGKEIT

Über dieses
Projekt

Standort: Freiburg, Deutschland
Objekttyp: Schule + Gesundheit + Sport
Architektur: DREI ARCHITEKTEN Haffner Konsek Streule Vogel Part mbB, Stuttgart
Projektarchitekt: Harald Konsek
Auftraggeber / Bauträger: Siftungsverwaltung Freiburg
Bauunternehmer: BOLD GmbH & Co. KG, Achern
Foto: Florian Selig
Weimar HS DF (240 x 52 x 115 mm) ca. 1800 m²
Klinker Format Verklinkerte Fläche

Mehr als jeder fünfte Einwohner von Freiburg im Breisgau ist 60 Jahre oder älter. Um dem demografischen Wandel zu begegnen, entschied sich die Stiftungsverwaltung Freiburg 2012, ein bestehendes, zweigeschossiges Pflegeheim aus den 1960er Jahren durch einen größeren, moderneren Neubau zu ersetzen. Entstanden ist ein KfW-Effizienzhaus 55 mit Klinkerfassade. Deren heller Stein aus dem Traditionswerk Hagemeister strahlt Qualität und Wertigkeit aus. 

Der Baukörper besteht aus zwei gegeneinander verschobenen Häusern, die einen Eingangshof bilden, an dem die öffentlichen Nutzungen liegen. Großzügige Loggien, die den Wohnbereichen der Pflegegruppen vorgelagert sind, orientieren sich nach Süden zum Garten hin. Während sich der Innenausbau ganz nach den Bedürfnissen der künftigen Bewohner richtete, trugen die Architekten mit der Gebäudetechnik und der Fassadengestaltung dem Nachhaltigkeitsgedanken Sorge. Trotz des hohen Kostendrucks konnten die Architekten ein zweischaliges Klinkerverblend-Mauerwerk mit mineralischer Kerndämmung durchsetzen. 

Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten der harmonisch nuancierten, weiß-hellbeigefarbenen Handstrich-Sortierung „Weimar HS“ von Hagemeister mit markanten Kohlebrand-Aufschmauchungen. „Das Pflegeheim steht im städtischen Kontext. Daher sollte das Haus mit der für das Wohnen typischen Lochfassade einen wertigen Ausdruck erhalten, wofür sich Klinker hervorragend eignet“, erklärt Harald Konsek vom ausführenden Büro DREI ARCHITEKTEN. Der helle Klinker setzt sich ganz bewusst von einem dunklen Klinkerbau in unmittelbarer Nachbarschaft ab und erzeugt ein einladendes, leichtes Erscheinungsbild. Der Projektarchitekt war besonders angetan von dem nuancierten Farbspiel dieser Sortierung: „Wir streuen meist leicht andersfarbige Steine ein. Das war hier jedoch nicht notwendig, da die Hagemeister Sortierung bereits an sich sehr lebendige Nuancen hat und einzelne, auffällig gesinterte Steine in der Mischung gegeben sind. Zusammen mit dem wilden Verband erzeugen diese eine Lebendigkeit, die uns gefällt.“ 

Durch ein Reliefmauerwerk im Erdgeschoss wurde eine Sockelzone geschaffen, die so Harald Konsek, eine „Reminiszenz an die umliegenden Gründerzeithäuser ist. Sie wirkt, ebenso wie die feinen farblichen Nuancen des Klinkers, je nach Sonnenstand und Schattenwurf, unterschiedlich stark und gibt dem Pflegeheim eine ganz eigene Identität.“ Nach einer knapp zweieinhalbjährigen Bauphase wurde das neue Pflegeheim im Mai 2018 fertiggestellt und bietet seitdem Senioren ein angenehmes Umfeld, um ihren Lebensabend zu verbringen.  

»Wir streuen meist leicht andersfarbige Steine ein. Das war hier jedoch nicht notwendig, da die Hagemeister Sortierung bereits an sich sehr lebendige Nuancen hat und einzelne, auffällig gesinterte Steine in der Mischung gegeben sind. Zusammen mit dem wilden Verband erzeugen diese eine Lebendigkeit, die uns gefällt.«

Harald Konsek, DREI ARCHITEKTEN, Stuttgart

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